Universität Erfurt

Thüringer Helden vom Mont Blanc

Chamonix. (tlz/jp) Zwei Erfurter Ausdauerläufer sind erfolgreich vom Lauf um den 4808 Meter höchsten Berg Europas zurückgekehrt. USV-Leichtathletikabteilungsleiter Frank Becker und Peter Flock absolvierten den Ultra-Trail du Mont Blanc (UTMB) - mit 166 Kilometern und 9400 Höhenmetern ist dies einer der härtesten Bergläufe der Welt mit Start und Ziel in Chamonix.Frank Becker kam nach 40,5 Stunden als 637. ins Ziel. Vier Stunden nach ihm überquerte Peter Flock als 1131. die Ziellinie. von den 2.300 Startern erreichten nur rund 1.300 das Ziel in der vorgegebenen Zeit von 46 Stunden, unter Ihnen auch Thomas Ecke vom USV Jena, der als 456. in 38:26:31 bester Thüringer Starter war. Der vierte Teilnehmer Gerd Hantsche aus Jena musste wegen drohender Zeitüberschreitung noch vor der Hälfte der Distanz aus dem Rennen gehen.Bei idealen Witterungsbedingungen waren die Läufer am 28. August um 18.30 Uhr gestartet. Becker lief die Strecke komplett durch und war dabei einer der wenigen, die auf den Einsatz von Trecking-Stöcken verzichteten.Peter Flock legte an der letzten Station eine dreistündige Schlaufpause ein. Ecke wurde im Wald von der Müdigkeit übermannt und schlief dort eine halbe Stunde. Für den Lauf, der den Sportlern Extremleistungen abfordert, werden sie mit dem fantastischen Panorama des Mont Blanc-Massivs entschädigt. "Landschaftlich ist dieser Lauf, der durch die drei Länder Frankreich, die Schweiz und Italien führt, nicht zu toppen", schwärmt Frank Becker. Insgesamt acht Mal geht es über bis zu 2.500 Meter hochgelegene Pässe, fast immer den Mont Blanc im Blick. Jeder Läufer muss dabei eine Pflichtausrüstung mit Verpflegung, Regenjacke, Mütze und Handschuhe mit sich führen. "Die brauchte man auch in der Nacht, wo die Temperaturen auf 5 Grad absanken", so Becker. Tagsüber war es sehr heiß und so musste er sich ständig umziehen. Am schlimmsten waren für Frank Becker die letzten Kilometer bergab. Besonders beeindruckt hat ihn die Stimmung an der Strecke, wo die Einwohner in den Durchgangsorten in der Nacht Straßenfester veranstalteten.

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